Fabian Baumann
,
Redaktor
(fabian.baumann@velojournal.ch)
News,
31.03.2026
In Österreich treten ab Mai neue Strassenverkehrsvorschriften in Kraft. Diese betreffen auch das Velo- und E-Bike-Fahren.
Österreich will den Strassenverkehr sicherer machen. Mit der am 25. März verabschiedeten Novelle der Strassenverkehrsverordnung (StVO) kommen auf Zweiradfahrende in unserem Nachbarland wichtige Neuerungen zu. Die ersten Massnahmen treten bereits am 1. Mai 2026 in Kraft.
Mit den Anpassungen reagiert das österreichische Parlament gemäss Mitteilung auf die steigende Anzahl von Unfällen. Die neuen Vorschriften sollen die Sicherheit im Strassenverkehr erhöhen und mehr Klarheit für alle Verkehrsteilnehmenden schaffen.
Die Änderungen betreffen auch die Nutzung von Velos, E-Bikes, E-Scootern und E-Mopeds sowie die Regeln auf den Radwegen.
Ein ursprünglicher Vorstoss, der eine generelle Helmpflicht für alle Elektro- und E-Scooter-Fahrenden forderte, fand im Parlament keine Mehrheit. Stattdessen tritt ab dem 1. Mai 2026 ein Kompromiss in Kraft, der altersspezifische Vorgaben macht.
Die Übersicht zur Helmpflicht in Österreich:
Keine Kompromisse machte das österreichische Parlament bei der Kategorie der sogenannten E-Mopeds. Dabei handelt es sich um Elektroroller, die ohne Pedalunterstützung bis zu 25 km/h schnell fahren.
Bislang waren diese Fahrzeuge in Österreich – ähnlich wie in der Schweiz – den E-Bikes rechtlich gleichgestellt. Das Fahren auf Radwegen war erlaubt, und es bestand weder eine Helm-, Führerausweis- noch eine Kontrollschildpflicht.
Diese Freiheiten fallen ab Oktober 2026 weg, da E-Mopeds künftig offiziell als Kraftfahrzeuge eingestuft werden. Für Fahrerinnen und Fahrer bedeutet das:
Die strengeren Vorschriften für Elektromotorräder dürften die Beliebtheit dieser Fahrzeuge senken. Ähnlich wie hierzulande werden E-Mopeds in Österreich insbesondere von Essenslieferdiensten und Jugendlichen gerne genutzt.

Fachwissen für die Schweizer Fahrradbranche. Von Profis für Profis, auch in gedruckter Form. Abo für Fr. 110.– pro Jahr.
Zu den Abos
Die Reisebranche bleibt trotz Krisen lebendig. Aber sie verändert sich – auch durch die Digitalisierung. Velojournal nahm bei Veloreiseanbietern den Puls.

Sei der erste der kommentiert